Es gibt in Deutschland derzeit drei wissenschaftlich anerkannte und sozialrechtlich zugelassene psychotherapeutische Behandlungsverfahren, die sich im Verständnis psychischer Erkrankungen und in der Behandlungstechnik unterscheiden.

Das sind Analytische Psychotherapie, Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie.

Allen gemeinsam ist, dass sie es mit etwas Unsichtbarem zu tun haben: mit der Seele des Menschen (griechisch: psyché);

man kann auch sagen: mit der Befindlichkeit und der Art, wie wir uns fühlen und die Probleme des Alltags anpacken. Obwohl man die Seele nicht sehen kann und auch beim Sezieren im ganzen Menschen nirgends finden wird, ist sie offensichtlich vorhanden. (dgpt)

Die analytisch begründeten Verfahren basieren auf der Erkenntnis, dass in der Lebensgeschichte des Patienten erworbene unbewältigte Konflikte verdrängt werden und unbewusst die Bewältigung aktueller Belastungen und innerseelischer oder zwischenmenschlicher Konflikte verhindert werden. Das führt zur Bildung von seelischen oder körperlichen Symptomen. 

Eltern, die an ihren Kindern anhaltende Störungen bemerken oder durch Lehrer, Erzieher oder Ärzte auf Probleme aufmerksam gemacht werden, sollten diese von einem geeigneten Psychotherapeuten abklären lassen (siehe: Was wird behandelt?).

Zwischen Patient und Therapeuten entsteht eine individuelle Beziehung, in der sich die inneren Themen des Kindes oder Jugendlichen, seine Sorgen, Wünsche und Aggressionen, seine Konflikte, und Ängste entfalten können und mit Hilfe des Therapeuten verstanden werden. So können im Laufe der Zeit auch bis dahin verborgene, belastende Gefühle, Gedanken und Phantasien in der Therapie zugelassen werden, was dem Verstehen der seelischen Erkrankung dient. Mit der dadurch gewonnenen inneren Sicherheit kann das Kind oder der Jugendliche neue Wege zur Lösung seiner Konflikte finden.

In der Behandlung ist die verbale Kommunikation zwar wichtig, aber nicht ausschließlich notwendig. Durch die allmähliche Einfühlung in die innere und äußere Welt des Kindes versteht der Therapeut das freie Spiel, die Zeichnungen, Sandbilder und das Verhalten in seiner Bedeutung.

Eltern sind zumeist die bedeutendsten Bezugspersonen für das Kind. Daher sind regelmäßige Gespräche mit ihnen wichtig für den Erfolg der Therapie.

Manchmal sind Eltern durch die Erkrankung des Kindes stark verunsichert und belastet. Zuweilen fühlen sie sich schuldig an der Erkrankung des Kindes. Im therapeutischen Prozess können Eltern ihre Beteiligung am  Krankheitsgeschehen erkennen, bearbeiten und so andere Antworten auf das Kind entwickeln.

Bei der Behandlung von Jugendlichen,gibt es in der Regel keine begleitenden Elterngespräche.

Behandelt werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bei Behandlungsbeginn max. bis zum 21. Lebensjahr).

Das Gelingen einer Psychotherapie setzt ein wechselseitiges Vertrauensverhältnis voraus, das für Sie und für mich schon zu Beginn vorstellbar sein sollte.

Das persönliche Kennenlernen in Vorgesprächen ist deshalb unbedingt erforderlich.

Ich bitte Sie um vorherige telefonische Terminvereinbarung.

Was ist Psychotherapie?

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